Lausanne staffelt sich über dem Genfersee: von 373 Metern in Ouchy am Wasser bis auf über 700 Meter in den nördlichen Quartieren ist hier praktisch nichts eben. Mit 144'873 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) ist die Stadt nach Zürich, Genf und Basel die viertgrösste Gemeinde der Schweiz und die Hauptstadt des Kantons Waadt. Seit 1994 trägt sie den offiziellen Titel «Olympische Hauptstadt», weil das Internationale Olympische Komitee hier seinen Sitz hat, ebenso das Schweizer Bundesgericht und der Internationale Sportgerichtshof. Wer die Stadt besucht oder hier lebt, braucht vor allem eines: gute Beine oder ein Metroticket.

Population
144'873 (31 décembre 2024)
Superficie
41,4 km²
Canton
Vaud
Altitude
373 m (Ouchy) à plus de 700 m dans les hauts quartiers
Langue
Français
Part de résidents étrangers
43,0 pour cent
Statut
Chef-lieu de canton, siège du Tribunal fédéral et du Tribunal Arbitral du Sport (TAS)
Capitale olympique
Titre officiel depuis 1994, siège du CIO

De la cité épiscopale au sujet de Berne

Im Mittelalter zog sich Lausanne auf die Hügel Cité, Bourg und Saint-Laurent zurück, getrennt durch die heute grösstenteils überdeckten Bachtäler von Louve und Flon. Auf dem Hügel der Cité entstand ab dem 12. Jahrhundert die Kathedrale Notre-Dame. Bis 1536 war Lausanne Bischofssitz, dann wurde die Stadt Untertanengebiet der Republik Bern, was bei Teilen der Bevölkerung Widerstand weckte. Aus jener Zeit hat sich eine Tradition erhalten, die es sonst kaum irgendwo mehr gibt: Jede Nacht zwischen 22 und 2 Uhr ruft der Guet, der Türmer der Kathedrale, vom Glockenturm aus die Stunden über die Dächer der Stadt. Der Brauch reicht bis ins Jahr 1405 zurück.

Le Léman, les bains et la forêt au-dessus de la ville

In Ouchy, dem alten Hafenquartier am See, legen die Kursschiffe ab. Wer im Sommer schwimmen will, geht ins Bellerive-Plage an der Avenue de Rhodanie: Das Freibad ist seit 1937 in Betrieb, zählt zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung und zieht an heissen Tagen bis zu 8'000 Menschen an, mit drei grossen Becken und einem Zehn-Meter-Sprungturm. 2026 ist es vom 14. Mai bis zum 13. September geöffnet. Oben in der Stadt, im 80 Hektaren grossen Waldgebiet von Sauvabelin, liegt ein zweites Gewässer: der künstlich angelegte Sauvabelin-See, um den Enten und Wildschweine leben. Von der Tour de Sauvabelin, einem 35 Meter hohen Holzturm, reicht der Blick über die Stadt bis zum See.

La piscine de Bellerive-Plage est en service depuis 1937, au bord direct du lac Léman.Photo : JoachimKohler-HB (Source, CC BY-SA 4.0, modifiée)

Cathédrale, Plateforme 10 et Art Brut

Die Kathedrale Notre-Dame auf dem Hügel der Cité ist täglich geöffnet: von April bis September von 9 bis 19 Uhr, von Oktober bis März von 9 bis 17.30 Uhr. Der Zugang zum Kirchenschiff ist frei, sonntagvormittags während des Gottesdiensts finden keine touristischen Besichtigungen statt. Direkt beim Bahnhof bündelt Plateforme 10 seit 2019 drei kantonale Museen und zwei Stiftungen auf fast 25'000 Quadratmetern: das Musée cantonal des Beaux-Arts (MCBA), das mudac für Design und Photo Elysée für Fotografie. Ganz anders, aber ebenso sehenswert, ist die Collection de l'Art Brut an der Avenue des Bergières: Sie geht auf eine Schenkung des Künstlers Jean Dubuffet an die Stadt Lausanne von 1971 zurück und zeigt Werke von Autodidakten wie Aloïse Corbaz, Augustin Lesage oder Auguste Walla, entstanden ausserhalb jeder akademischen Tradition.

La cathédrale se dresse sur la colline de la Cité, où le guet crie les heures chaque nuit depuis 1405.Photo : Zairon (Source, CC BY-SA 3.0, modifiée)

En famille: AQUATIS et la forêt de Sauvabelin

Im oberen Teil der Stadt, direkt bei der Metrostation Vennes der Linie M2, liegt das AQUATIS Aquarium-Vivarium an der Route de Berne 144. Auf zwei Stockwerken und 3'500 Quadratmetern führt ein Rundgang entlang eines Süsswassertropfens durch fünf Kontinente, vorbei an 46 Aquarien, Vivarien und Terrarien mit rund 10'000 Fischen und rund 100 Reptilien und Amphibien. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17.10 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 32 Franken, für Jugendliche von 16 bis 20 Jahren 28 Franken, für Kinder von 5 bis 15 Jahren 22 Franken, für AHV- und IV-Bezügerinnen und -Bezüger 25 Franken, eine Familienkarte 89 Franken. Wer mit Kindern lieber draussen bleibt, findet in Sauvabelin den grössten Spielplatz der Stadt aus Naturholz sowie Ziegen und Wollschweine zum Beobachten.

Sur 3'500 mètres carrés, AQUATIS présente environ 10'000 poissons d'eau douce venus de cinq continents.Photo : Gzzz (Source, CC BY-SA 4.0, modifiée)

Football, hockey sur glace et la capitale olympique

Der FC Lausanne-Sport, 1896 gegründet und einer der ältesten Fussballklubs Europas, spielt seine Heimspiele im Stade de la Tuilière mit 12'544 Plätzen, aktuell in der Super League. Der Lausanne Hockey Club, gegründet 1922, trägt seine Partien in der National League seit September 2019 in der rund 10'000 Plätze fassenden Vaudoise Aréna in Prilly aus. Dass Lausanne sich seit 1994 offiziell olympische Hauptstadt nennen darf, hängt mit dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees zusammen. Das Olympische Museum am Quai d'Ouchy 1 dokumentiert diese Geschichte: geöffnet von Dienstag bis Sonntag, 9 bis 18 Uhr, montags geschlossen (ausser an Feiertagen), zusätzlich geschlossen am 23., 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar. Der Eintritt kostet 20.- CHF und ist für Kinder bis 15 Jahre kostenlos.

Marché, brocante et le Flon à la tombée de la nuit

Zweimal pro Woche, mittwochs und samstags von 8.30 bis 13 Uhr, verwandelt der Marché du centre-ville die Place de la Riponne, die Rue Centrale, die Place Saint-François und die Place de la Palud in einen Markt mit Ständen für Gemüse, Käse und Blumen. Dienstags und donnerstags stehen an der Place Chauderon rund zehn Trödel- und Vintage-Stände. Nach Einbruch der Dunkelheit verlagert sich das Leben ins Flon, das ehemalige Lagerhausviertel zwischen Bahnhof und Altstadt: In den umgebauten Industriehallen reihen sich heute Bars, Clubs und Boutiquen, erreichbar über die gleichnamige Metrostation der Linien M1 und M2.

Ancien quartier d'entrepôts, le Flon est aujourd'hui l'un des quartiers de sortie les plus animés de Romandie.Photo : MHM55 (Source, CC BY-SA 4.0, modifiée)

Se déplacer: le seul vrai métro de Suisse

Die Lausanner Metro verkehrt seit 1991 auf zwei Linien mit insgesamt 28 Stationen. Die M2 überwindet zwischen Ouchy am See und den nördlichen Quartieren einen Höhenunterschied von 336 Metern, ein Rekord für ein U-Bahn-System dieser Art. Die M1 verbindet die Innenstadt mit den Universitätsgeländen der UNIL und der ETH-Lausanne EPFL sowie mit dem Bahnknoten Renens. Vom Hauptbahnhof bestehen direkte Zugverbindungen nach Genf, Bern und Zürich.

Questions fréquentes

Comment aller de la gare au Léman?

En métro M2 jusqu'au terminus Ouchy-Olympique, directement au bord du lac.

Combien coûte l'entrée à AQUATIS?

Les adultes paient 32 francs, les 16 à 20 ans 28 francs, les enfants de 5 à 15 ans 22 francs. Détails sur aquatis.ch.

Quand a lieu le marché à Lausanne?

Le mercredi et le samedi de 8h30 à 13h00, principalement place de la Riponne et dans les rues du centre.

L'entrée à la cathédrale est-elle gratuite?

Oui, la nef est en accès libre. Ouverture quotidienne, d'avril à septembre de 9h à 19h, d'octobre à mars de 9h à 17h30.

Où se baigner dans le lac à Lausanne?

À la piscine de Bellerive-Plage, avenue de Rhodanie, ouverte en 2026 du 14 mai au 13 septembre.

Que montre la Collection de l'Art Brut?

Des œuvres d'autodidactes en dehors de la tradition artistique académique, notamment d'Aloïse Corbaz et d'Augustin Lesage. La collection provient d'une donation de Jean Dubuffet à la Ville de Lausanne en 1971.

Combien de stations compte le métro de Lausanne?

28 stations réparties sur deux lignes. La M2 franchit 336 mètres de dénivelé entre le Léman et les quartiers hauts.

Les lieux sur la carte

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