Fribourg liegt auf einem Felssporn, den die Saane auf drei Seiten umschliesst. Das prägt bis heute den Stadtplan: enge Gassen im Burgquartier oben, die Unterstädte Au und Neustadt unten am Fluss, dazwischen Treppen, eine Standseilbahn und mehrere Brücken. Die Stadt zählt 38'660 Einwohner (Stand 2024) und ist offiziell zweisprachig, Französisch und Deutsch stehen nebeneinander auf den Strassenschildern. Wer nur die Postkarten-Ansicht der Altstadt kennt, verpasst die andere Hälfte: eine Universität, die mehr Studierende als mancher Stadtteil Einwohner hat, ein Freibad, das aus der Saane gespeist wird, und eine Konzertszene, die weit über den Kanton hinaus bekannt ist.
Il centro storico medievale più grande della Svizzera
Berthold IV. von Zähringen gründete Freiburg 1157 auf einem Felsvorsprung über der Saane, damit etwas älter als Bern. Die zusammenhängenden Altstadtquartiere Burg, Au und Neustadt bilden bis heute die grösste geschlossene historische Altstadt der Schweiz. 1481 trat die Stadt der Eidgenossenschaft bei, zuvor war sie zeitweise Teil von Savoyen. Die Kathedrale St. Nikolaus wurde zwischen 1283 und 1490 im gotischen Stil erbaut. Ihr Turm ist 74 Meter hoch, 365 Stufen führen über eine Wendeltreppe nach oben, geöffnet vom 1. März bis 30. November. Wer die Treppen scheut, kommt trotzdem gratis in die Kathedrale hinein.
Fare il bagno nella Sarine e alla Motta
Die Bains de la Motta wurden 1923 als erstes öffentliches Freibad der Schweiz eröffnet, das weder Fluss- noch Seebad war, entworfen vom Architekten Beda Hefti im klassizistischen Stil. Das 50-Meter-Becken, das Nichtschwimmerbecken und das Beachvolleyballfeld liegen direkt an der Saane, mit Blick auf Kathedrale und Rathaus. Geöffnet ist die Motta von Mai bis September, im Winter zieht stattdessen eine Pop-up-Sauna mit mongolischen Jurten, Hotpot, Kaltwasserbecken und Lagerfeuer ein. Wer nicht zahlen will, badet gratis etwas flussaufwärts in der Saane selbst, schwimmen wie in Bern oder Basel ist wegen der Strömung aber nicht üblich, für eine Abkühlung reicht es allemal.
L'hockey su ghiaccio che riempie mezza città
Der HC Fribourg-Gottéron wurde am 1. Dezember 1937 in der Unterstadt Au gegründet, dort, wo einst Fischzuchtteiche im Winter zu Eisflächen wurden. Heute spielt der Club in der National League und trägt seine Heimspiele in der BCF-Arena aus, die 1982 als Patinoire Saint-Léonard eröffnet und zwischen 2018 und 2020 komplett umgebaut wurde. Sie fasst seither 8'934 Plätze, dazu 108 auf der Pressetribüne. Wer keine Ticketprobleme mag, reist mit dem Bus Linie 1 bis Poya oder Stade-Patinoire an, Einzeltickets gelten seit der Saison 2022/23 nicht mehr automatisch als Fahrkarte. Basketball hat in Fribourg ebenfalls Tradition: Fribourg Olympic wurde 1961 gegründet, ist siebzehnfacher Schweizer Meister und spielt in der Salle Saint-Léonard mit 2'850 Plätzen.
Tinguely, Niki de Saint Phalle e un vecchio deposito tranviario
Der Espace Jean Tinguely - Niki de Saint Phalle ist in einem ehemaligen Tramdepot von 1900 untergebracht, das später als Garage diente, bevor es 1996 bis 1998 zum Museum umgebaut wurde. Zu sehen sind kinetische Metallmaschinen von Jean Tinguely, darunter sein Hauptwerk, der Retable de l'Abondance occidentale et du Mercantilisme totalitaire, sowie 22 bemalte Polyester-Reliefs von Niki de Saint Phalle. Geöffnet ist das Haus Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr, Erwachsene zahlen 7 Franken, unter 16-Jährige nichts. Ein Kombiticket für 15 Franken gilt auch fürs Museum für Kunst und Geschichte Freiburg (MAHF), das in einem Renaissance-Stadtpalais und einem alten Schlachthaus untergebracht ist und unter anderem frühmittelalterliche Gürtelschnallen, das Ostergrab aus dem Kloster Magerau und Tafelgemälde von Hans Fries zeigt.
Bad Bonn, Fri-Son e un locale rock in mezzo alla campagna
Fribourgs Konzertszene spielt sich vor allem ausserhalb der Postkarten-Altstadt ab. Das Bad Bonn im nahen Düdingen besteht seit 1991 und hat seither rund 2'000 Bands beherbergt, quer durch Metal, Antifolk, Country, Jazz, Electronica und Rap. Seit 1991 findet dort im Mai auch die Bad Bonn Kilbi statt, ein Open-Air-Festival mit zwei Bühnen, Zelt und Campingplatz, das pro Abend 3'000 Tickets verkauft und als eines der wichtigsten Schweizer Festivals für unabhängige Musik gilt. In der Stadt selbst sorgt das Fri-Son beim Bahnhof für Programm, dazu kommen Le Nouveau Monde und La Spirale. Im Sommer bespielt das Belluard Bollwerk International eine mittelalterliche Festung mit zeitgenössischer Kunst zwischen Theater, Tanz, Performance und Musik.
Giorni di mercato in tre quartieri
Der Wochenmarkt findet zweimal pro Woche statt, an drei verschiedenen Standorten. Der grösste Markt liegt auf dem Rathausplatz im historischen Burgquartier mit rund 50 Ständen, meist lokale Produzenten. Ein zweiter, kleinerer Markt mit etwa 30 Händlern findet auf dem Georges-Python-Platz statt, ein dritter in der Rue du Simplon im Pérolles-Quartier. Wer samstags durch die Altstadt will, plant entsprechend mehr Zeit ein, an Markttagen füllen sich die engen Arkadengassen rasch.
Un'università che detta il ritmo della città
Die Universität Freiburg ist die sechstgrösste und einzige offiziell zweisprachige Universität der Schweiz, gegründet 1889. Die meisten Studiengänge werden auf Deutsch und Französisch angeboten, wer mindestens 40 Prozent der Veranstaltungen in der zweiten Sprache belegt, erhält ein Diplom mit dem Vermerk «Zweisprachiges Studium». Der Hauptcampus Pérolles 2 liegt direkt neben der Hochschule für Technik und Architektur und der Hochschule für Wirtschaft, sodass dort inzwischen ein zusammenhängender Bildungscampus entstanden ist. Einen abgegrenzten Campus im klassischen Sinn gibt es sonst nicht, die Universität ist über die Stadt verteilt.
Domande frequenti
Quanti abitanti ha Friburgo?
38'660 abitanti (2024) su 9,28 km², una densità di 4'134 persone per km². Fonte: Schweizer Regionen.
Quanto dura il viaggio in treno da Friburgo a Berna?
Circa 20 minuti in treno, circa 45 minuti fino a Losanna.
Quando è aperta la piscina della Motta?
Da maggio a settembre. In inverno una sauna pop-up sostituisce la balneazione. Fonte: Fribourg.ch.
Quanto costa la salita al campanile della cattedrale?
1 franco per gli adulti, gratis per i bambini. Aperto dal 1° marzo al 30 novembre, ultima salita 30 minuti prima della chiusura. Fonte: KulturLegi.
Dove si tengono regolarmente concerti a Friburgo?
Al Fri-Son vicino alla stazione, al Bad Bonn a Düdingen, al Nouveau Monde e a La Spirale. Fonte: Fribourg Tourisme.
L'Università di Friburgo è bilingue?
Sì, è l'unica università ufficialmente bilingue della Svizzera, la maggior parte dei corsi si svolge in francese e tedesco. Fonte: Wikipedia.



